Zyklus der Nachhaltigkeitsstrategie

Grundlage für Nachhaltigkeitsstrategie und -bericht

Was genau ist eigentlich die Wesentlichkeitsanalyse (Manchmal auch Materialitätsanalyse genannt)? Die Wesentlichkeitsanalyse ist ein Instrument, mit dessen Hilfe ein Unternehmen feststellt, welche Themen wichtig sind im Kontext des nachhaltigen Wirtschaftens. Aus den Ergebnissen entwickelt sich dann die Nachhaltigkeitsstrategie. Grundlage bildet dabei der Stakeholderdialog, mit dessen Hilfe wichtige Themen der einzelnen Anspruchsgruppen erarbeitet wurden.

Ziel der Wesentlichkeitsanalyse ist es, die Themen in ihrer Relevanz (Wesentlichkeit) zu sortieren. Für jeden Stakeholder ist natürlich SEIN Thema das wichtigste. Aber es gilt eine Balance herzustellen, die die Bedürfnisse des Unternehmens und seines Kerngeschäfts treffen. Die Wesentlichkeitsanalyse ist ein relevanter Baustein im Zyklus des Nachhaltigkeitsmanagements.

Die Wesentlichkeitsanalyse in Stichworten:

  • Ziel: Herausfinden, welche Themen im Kontext des nachhaltigen Wirtschaftens wesentlich sind
    • In Bezug auf Umwelt und Natur
    • In Bezug auf gesellschaftliche Aspekte
    • In Bezug auf Menschenrechtsthemen

Dabei soll sich die Betrachtung auf das Kerngeschäft des Unternehmens beziehen. Heißt also, dass hierbei folgende zwei wichtige Fragen ins Spiel kommen:

  • Welche Relevanz hat das Thema für den Stakeholder?
  • Welche Relevanz hat das Thema für mein Unternehmen?

Denn nur mit der Antwort auf diese Fragen kann eine sinnvolle Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt werden. Jetzt gilt es, eine Balance aus den oberen Themen in Bezug auf diese beiden Fragen zu finden.

Instrumente

Es gibt unterschiedliche Techniken, wie man die Festlegung der Relevanz visuell darstellen kann.

  • Die klassische tabellarische Auflistung, in der Punkte pro Thema vergeben werden (Abb. 1)
  • Die Matrix, in der die Relevanz für das Unternehmen und die Relevanz für den Stakeholder ein gemeinsames Ergebnis in Form von A, B, C und D-Themen fließen (Abb. 2).
Abbildung 1
Abbildung 2

Wichtig ist dabei, dass Sie die Diskussion mit mehreren Kollegen gemeinsam durchführen. Denn Sie werden feststellen, dass jeder eine andere Sicht der Dinge hat und dabei ganz unterschiedliche Prioritäten entstehen können.

Steht also fest, welches Thema wie wichtig (wesentlich) ist, geht es im nächsten Schritt darum, die Themen mit Hilfe der Nachhaltigkeitsstrategie anzugehen. Die Strategie legt fest, in welcher Art und Weise und in welcher Reihenfolge die Themen zu bearbeiten sind.