…und die Spätfolgen

Warum es wichtig ist, in die Zukunft  zu sehen

„Verockerung der Spree“ ist in den Letzten Tagen in vielen Medien zu lesen. Das Biosphärenreservat Spreewald in der Lausitz wird bedroht durch ein Erbe des Braunkohleabbaus. Seit einigen Jahren färben sich die Spreewaldkanäle – die sogenannten Fließe – braun; das vormals klare Wasser wird eine undurchsichtige Brühe. Schuld daran ist das Eisenhydroxid, das aus alten Tagebauen in der Lausitz stammt. Der Lebensraum Spree ist gefährdet – die ersten toten Fische, Krebse und Kleinlebewesen wurden bereits gesichtet.

Die Republik hat also wieder ein Erbe aus vergangenen Tagebautagen zu bewältigen – ähnlich wie im Ruhrgebiet, wo Krater im Boden, verursacht durch Einbrüche aus dem Bergbau, ganze Ortschaften bedrohen.

Das Problem in der Lausitz ist ein krasses aber deutliches Beispiel dafür, welche Auswirkungen  Unternehmungen haben können. Auch Jahre oder Jahrzehnte später zeigen sich Spuren, die heftige Auswirkungen auf Unbeteiligte haben.

Wer hat die Verantwortung?

Wer hat nun die Verantwortung für die Umweltschäden? Wer muss sie beseitigen und wer sorgt dafür, dass zukünftige Unternehmungen keine negativen Auswirkungen mehr haben?

Solche Fragen sollten für ein Unternehmen eigentlich klar zu beantworten sein: Wir!

Das Grundprinzip einer verantwortungsvollen Unternehmensführung ist es, möglichst wenige Spuren zu hinterlassen oder diese positiv zu kanalisieren. Jede Aktivität des Unternehmens ist vorher auf seine möglichen Auswirkungen zu untersuchen: Wen und was betrifft mein Handeln? Wie sehen die möglichen Konsequenzen aus? Wie können diese kanalisiert und möglichst gering gehalten werden?

Der Blick in die Zukunft ist hier sinnvoll – eine Glaskugel, die dabei hilft, haben jedoch  vermutlich nur die wenigsten von uns. Es gibt aber eine andere Lösung: systematische Vorbereitung und ein enger Dialog mit den Stakeholdern. Diese sind Experten auf ihrem Gebiet und können genau beurteilen, welchen Einfluss die Handlungen des Unternehmens haben könnten. Aus diesem Dialog heraus entstehen neue Erkenntnisse und neue Projekte, die beiden Seiten helfen können, ihre Unternehmung voran zu bringen.

Hilfe durch Neutralen

Es kann hilfreich sein, sich eines CSR-Beraters zu bedienen, der die Dialoge mit den Stakeholdern vorbereitet und durchführt. Seine Aufgabe ist es, als Neutraler beide Seiten zusammen zu führen und mit ihnen gemeinsam weitere Schritte zu vereinbaren. Am Ende kann ein gemeinsames Konzept entstehen, aus dem neue Kooperationen und Projekte hervorgehen. Aus Dialogen entstehen neue Synergien, die sich auf andere Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Investoren und Mitarbeiter positiv auswirken werden. Eine win-win-Situation für alle Beteiligten.

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