Teamarbeit 2.0: Wertschätzend, mitbestimmend

In Zeiten sich wandelnder ethischer Ansprüche an Unternehmen verändern sich auch die Erwartungen an Führungsstil und Unternehmenskultur. Ein Aspekt der Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein zunehmendes Mitspracherecht der Mitarbeiter an der Unternehmensentwicklung. Gleichzeitig erwarten Mitarbeiter eine hohe Wertschätzung ihrer Arbeit. Hier muss eine völlig neue Art der Zusammenarbeit im Team entstehen, die gleichzeitig einen neuen Führungsstil verlangt: Das Führen durch Bindung.

Wenn diese erwünschte Mitbestimmung ernst genommen und gelebt werden soll, erfordert dies eine demokratischere Teamstruktur und Führungsarbeit. Demokratischer bedeutet drei wesentliche Veränderungen durchzuführen: 1. Jedes Teammitglied wird auf seinem Platz als Meister seines Faches anerkannt. 2. Jedes Teammitglied hat dieselbe Wichtigkeit innerhalb der Mannschaft. 3. Die Führungskraft verändert sich zur „Bindungs“kraft. Bei diesen Grundwerten hat jedes Teammitglied die Teamziele und im weiteren Schritt die Unternehmensziele vor Augen und will sie gemeinsam mit der Gruppe erreichen.

Jeder an seinem Platz ein Meister (Teams bilden, Teams strukturieren)

Jeder von uns hat Talente und Charaktereigenschaften, die sich auf die tägliche Arbeit und vor allem auf die Gruppendynamik auswirken. Dies sind die so genannten Teamrollen. Hierzu kommt das Fachwissen jedes Einzelnen, das den Inhalt seiner Arbeit wesentlich prägt. Sind in Teams jedoch Rollen doppelt besetzt kommt es zu Schwierigkeiten. Die Kommunikation funktioniert nicht mehr, Konflikte entstehen und im schlimmsten Fall versucht die stärkere Persönlichkeit die schwächere zu verdrängen (Stichwort: Mobbing). In einem ideal besetzten Team müsste jede Teamrolle nur einmal vorhanden sein. Dies in der Realität umzusetzen dürfte allerdings ziemlich schwierig sein. Daher ist eine zielführende Lösung die klare Abgrenzung von Kompetenzen und Aufgaben. Durch eine intelligente Zusammensetzung kann es gelingen, eine gute Teamstruktur zu schaffen. Bei bereits bestehenden Teams lohnt es sich, die alte Teamstruktur zu überprüfen und neu aufzustellen.

Bindungspersonen – die neuen Führungskräfte

Eine besondere Aufgabe kommt hier einer Person zu, die als bindende Führungskraft bezeichnet wird. Sie ist der Mittelpunkt des Teams: Sie hält dauerhaft die Kommunikation zu allen Teammitgliedern aufrecht und bildet gewissermaßen den sozialen Anker des Teams. Ihr Arbeitsziel ist eine sauber funktionierende Interaktion aller Teammitglieder. Ein „Chef“ im herkömmlichen Sinn ist die bindende Führungskraft nicht mehr. Doch ihr obliegt es, die einzelnen Mitglieder zu Bestleistungen für die Gruppe anzuleiten und gleichzeitig jedem die Mitbestimmung im Rahmen seines fachlichen Know-hows zu ermöglichen. Was ihr von den alten Aufgaben bleibt ist aber nach wie vor die Entscheidungskompetenz. Auch wenn jedes einzelne Teammitglied an den Gruppenentscheidungen beteiligt wird, ist die bindende Führungskraft diejenige, die Mitarbeitern Aufgaben gibt, für die Interaktion innerhalb des Teams sorgt und die endgültige Entscheidung trifft; nicht ohne vorher die Meinung seiner Fachleute gehört zu haben. Hier braucht es eine neue Generation von Führungskräften, die nicht von oben herab „regiert“, sondern die es allen Teammitgliedern ermöglichen, das Beste aus sich heraus zu holen und dadurch die Teamziele und letztlich die Unternehmensziele zu erreichen. Diese Aufgabe übernimmt übrigens die sozial kompetenteste Person. Ob es sich dabei um eine Frau oder einen Mann handelt ist irrelevant.

Teamcoaching mit Hunderudeln

Ich habe zusammen mit einer Hundetrainerin ein Führungskräfte- und Teamcoaching entwickelt, das die neue Teamstruktur und die neuen Führungsaufgaben berücksichtigt. Ähnlich wie beim Führungskräftecoaching mit Pferden kommen hier Tiere zum Einsatz: Hunderudel. Aktuelle Erkenntnisse der Hundeforschung zeigen deutlich, dass die Theorie der Alphatierstellung längst nicht mehr zeitgemäß ist. Vielmehr funktionieren diese Rudel nach ganz anderen Regeln: So hat jedes Rudelmitglied eine fest zugeschriebene Aufgabe und jede Position im Rudel hat die gleiche Wichtigkeit. Ziel des Rudels ist es grundsätzlich, stressfrei miteinander zu leben und zu „arbeiten“ und gemeinsame Ziele zu erreichen. Ein so genannter mittlerer Bindehund übernimmt dabei die Aufgaben einer Führungskraft und wird dabei von zwei weiteren Hunden unterstützt: Dem vorderen Leithund und der hinteren Leithund, die das Rudel nach vorn bzw. hinten abschließen.

In unserem Team- und Führungskräftecoaching erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit an Praxisbeispielen auf einem Hundeplatz die Caniden bei der Arbeit zu beobachten. Sie können live sehen, wie ein perfekt abgestimmtes Team interagiert und dabei beispielsweise Konflikte beilegt.

Das Training ist mehrteilig gegliedert, wobei sich Theorie und Praxisanteile sowohl im Seminarraum als auch auf dem Hundeplatz abwechseln. Ziel ist es, ein gut funktionierendes Team aufzubauen, das gerne zusammen arbeitet und die Gruppenziele und im weiteren Schritt die Unternehmensziele erreicht. Gleichzeitig erarbeitet sich der Teamleiter, also die bindende Führungskraft, Kompetenzen, das Team wertschätzend und demokratischer zu führen.

Im Sinne der Corporate Social Responsibility ermöglicht dies ein wertschätzendes Arbeiten, das deutliche Vorteile hat: gute Leistungen, eine motivierte Stimmung im Team, Stabilität im Unternehmen und innovative Ideen. Was kann sich ein Unternehmen mehr wünschen?

Weitere Informationen und Buchung:

Wenn Sie mehr zu den Team- und Führungskräftecoachings sowie zu Preisen und Abläufen erfahren möchten, kontaktieren Sie mich: 089-88 98 95 38 oder alka.celic@csr-ce.de.