Pferdefleisch jetzt auch in deutscher Lasagne?

Wieder Lebensmittelskandal: Verbraucher geneppt, Ilse Aigner empört.

Wo liegt das Problem? Kontrollen zu lasch? Lieferketten zu lang? Gewinn zu groß!

Nach dem Fund von Pferdefleisch in englischer Tiefkühllasagne besteht nun der Verdacht, dass auch in Tiefkühlprodukten in Deutschland Pferde- statt Rindfleisch enthalten sein könnte. Testergebnisse stehen noch aus.

Wie Spiegel online berichtet, sieht man als „Kernproblem des Skandals […], dass das Fleisch über mehrere Zwischenhändler läuft, von denen jeder schummeln kann. Bessere Regeln im EU-Binnenmarkt könnten dieses Problem beheben.“ http://bit.ly/VUcFQX

Wie könnten bessere Regeln aussehen? Kontrollen existieren bereits, gleichzeitig ist Falschdeklaration verboten. Soweit so gut. Doch warum kommt es immer wieder zu solchen Lebensmittelskandalen?

Offensichtlich weil es sich lohnt. Der Gewinn dürfte so groß sein, dass Strafen einkalkuliert werden. Der Geneppte ist der Verbraucher. Verantwortung scheint die verantwortlichen Unternehmen nicht zu interessieren.

Hier muss ein Umdenken stattfinden. Unternehmen, die Verbraucher wissentlich betrügen, haben noch nicht verstanden, dass dies nur zu ihrem Nachteil ist. Wer verantwortlich gegenüber Kunden und Lieferanten agiert, wird sich zukünftig auf dem Markt halten. Wer Verbraucher und Lieferanten mutwillig täuscht verliert das wichtigste Gut, um am Markt zu bestehen: Vertrauen. Ein kurzfristiger Gewinn, so hoch er auch ist, bringt keinen nachhaltigen Erfolg. Das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens stützt sich auf wertschätzenden Umgang mit allen Beteiligten.

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