Nachhaltigkeitsberichte: Inhalt, Form und das Gesetz

Ich werde oft gefragt, ob es sich lohnt, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. CSR-Berichte oder Nachhaltigkeitsberichte sind ein wesentlicher Teil der Kommunikation rund um das eigene Sprachprobleme im ProjektCSR-Engagement. Darüber hinaus sind sie ein Tool, das hilft, die eigenen Leistungen zu dokumentieren bzw. über einen Zeitraum hinweg zu überprüfen. Daher rate ich grundsätzlich dazu einen Bericht zu erstellen, doch wie dieser aussehen soll hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Form
Gerade kleine und mittlere Unternehmen sollten den Aufwand eines CSR-Berichts nicht unterschätzen. Hier müssen Informationen und Kennzahlen zusammengetragen und Texte erstellt werden. Hinzu kommt die Entscheidung, ob off- oder online berichtet wird. Danach geht es weiter in die Darstellungsform: Eine einfache Broschüre, als PDF im Downloadbereich hinterlegt oder doch besser eine „richtige“ Microsite? Selbstverständlich sind die CI und CD-Richtlinien zu berücksichtigen…uvm.

Gesetz
Für bestimmte Unternehmen ist es mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben, einen Bericht über die „Offenlegung nicht-finanzieller Informationen“ zu veröffentlichen, der die folgenden Punkte berücksichtigt: Umwelt, soziale und Arbeitnehmerbelange, Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Diversität in den Leitungs- und Kontrollorganen.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite der Europäischen Kommission.

Inhalt
Wer nicht verpflichtet ist zu berichten, tut trotzdem gut daran, sich bei seiner Berichterstattung an die oben genannten Punkte zu halten. Ob er dabei die GRI-Richtlinien berücksichtigt oder einen selbst konzipierten Bericht erstellt bleibt ihm überlassen. Wichtig ist aber, dass die Berichterstattung dann kontinuierlich so fortgeführt wird. Denn ein Nachhaltigkeitsbericht ist keine hübsche Imagebroschüre sondern eine ernst zu nehmende Dokumentation der eigenen CSR-Aktivitäten. Diese Informationen müssen vergleichbar sein und die Entwicklung des Unternehmens über einen langen Zeitraum hinweg darstellen.

Gemeinwohlbilanz
Eine mögliche Alternative zum GRI-Bericht ist die Berichterstattung nach den Kriterien der Gemeinwohl Ökonomie – die Gemeinwohlbilanz. Die Gemeinwohl Ökonomie möchte ein Wirtschaftssystem etablieren, das durch einen partizipativen, demokratischen und ergebnisoffenen Prozess entsteht. Dies spiegelt sich in der Bilanz wider. Ziel ist es, stets im Sinne des Gemeinwohls, also dem Wohl der Gesellschaft, zu wirtschaften.

Als erste Bank in Deutschland hat sich die Sparda-Bank München e.G. der Gemeinwohl Ökonomie verschrieben und eine Gemeinwohlbilanz erstellt. Wenn Sie sich gerade mit der Idee auseinandersetzen, ihren ersten Bericht zu veröffentlichen oder sogar darüber nachdenken, ebenfalls nach den Kriterien den Gemeinwohlökonomie zu arbeiten, dann schauen Sie sich doch einfach die Bilanz der Sparda Bank Münchn e.G. an.

Weitere Informationen zur Gemeinwohl Ökonomie gibt es hier: www.ecogood.org/

Mittlerweile gibt es auch eine Bayrische GWÖ-Gruppe: http://gwoe-bayern.org/

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