Mitarbeiter deutscher Unternehmen für Nachhaltigkeit nicht gewappnet

Defizite durch Fortbildung beseitigen

Die Mitarbeiter deutscher Großunternehmen sind nicht ausreichend ausgebildet für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Dies stellte das Center for Sustainability Management e.V. der Leuphana Universität Lüneburg in einer Studie fest. Wer unternehmerische Nachhaltigkeit umsetzen will, muss seine Mitarbeiter – auch die Führungskräfte – mit einbinden. Dabei ist nicht nur die persönliche Motivation sondern auch die Qualifikation entscheidend.

Viel Theorie wenig Praxis

Zurzeit kommen Nachhaltigkeitsmanagementmethoden, die ein spezifisches Nachhaltigkeits-Know-how verlangen noch wenig zur Anwendung. Was daran liegen dürfte, dass schlichtweg das Wissen darum noch nicht weit verbreitet ist. Die bisherige Diskussion um nachhaltige Unternehmensführung und CSR war eher theoretischer denn praktischer Natur. Um den Bedarf an Manager/-innen und Mitarbeitern mit einer Nachhaltigkeitsmanagementausbildung besser decken zu können, wird noch ein großes Engagement der Unternehmen und Bildungsinstitutionen nötig sein.

Zwar bezieht sich die Studie auf Großunternehmen, doch zeigt der Praxisalltag, dass es sich in KMU ähnlich verhält. Um endlich aus der theoretisch-akademischen Diskussion heraus zu kommen, ist es dringend notwendig das praktische Wissen um Nachhaltigkeitsmanagement weiter zu tragen. Ziel sollte dabei einerseits die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter sein. Andererseits sollte aber auch der Sinn für systemische Zusammenhänge geschärft werden und die Motivation und Wertebasis jedes Einzelnen gestärkt werden.

Fazit

Nachhaltigkeits-Know-how, das wirklich umgesetzt wird und ein ganzheitlicher, also unternehmensübergreifender Umgang damit, entstehen nur aus einer interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und einer einheitlicher und hochwertigen Qualifizierung der Mitarbeiter.

 

Hier gehts zur Studie: CSR-Barometer

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