CSR bringt Innovationen für die neue Arbeitswelt

laptop_draufsichtBeim Querdenkerkongress Ende November in München habe ich zwei sehr interessante Vorträge über die Start-Up-Inkubatoren der Firmen Bosch und Osram gehört. Ziel der Inkubatoren ist es, junge Fachkräfte mit guten Ideen und Unternehmerpersönlichkeiten auf ihrem Weg in den Markt zu begleiten. Für mich zeigt sich hier eine großartige Verbindung von unternehmerischer Verantwortung mit dem Kerngeschäft der jeweiligen Unternehmen.

Unsere Arbeitswelt befindet sich momentan an einem Wendepunkt: Junge Arbeitnehmer suchen in Ihrem Job mehr Sinn. Sie möchten nicht nur einem Beruf nachgehen, der sie fachlich fordert, sondern sie wollen einen Arbeitgeber, der Ihre Ansprüche an eine ausgeglichene Work-Life-Balance erfüllt und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit gibt, sich weiter zu entwickeln. Arbeitgeber, die diesen Ansprüchen nicht begegnen können oder wollen, werden im Werben um die Fachkräfte der Zukunft bald alt aussehen.

Denn, wie Peter Guse von Bosch sagte: „Wer vom Arbeitgeber nicht das bekommt, was er sich wünscht, macht sich selbstständig und gründet ein Start-Up.“ Damit gingen dem schwäbischen Technologiehersteller nicht nur hervorragende Fachkräfte verloren sondern er könnte den Anschluss an die Zukunft verlieren.

Gleichzeitig sehen sich viele Arbeitgeber vor der Herausforderung der „Disruption“. Diese bezeichnet den Umbruch der Arbeitswelt, der eng mit der Digitalwirtschaft in Verbindung steht. Hierbei werden bestehende traditionelle Geschäftsmodelle, Technologien oder Dienstleistungen verdrängt, in Frage gestellt oder von Anbietern übernommen, die bisher nicht als typische Anbieter dieses Fachs galten. Berühmtes Beispiel ist die Entwicklung des Google-Autos, also eines technologischen Produktes durch eine Softwarefirma anstelle eines herkömmlichen Automobilherstellers. Oder der neue Vertriebsweg von Musik über Anbieter wie iTunes – nicht mehr über Einzelhändler auf analogen oder digitalen Tonträgern.

CSR als Innovator

Diesen Veränderungen müssen sich bestehende Firmen stellen. Sie können nicht an den alten Wegen festhalten, wenn sie weiter zukunftsfähig bleiben möchten. Und genau hier liegt ein Argument für CSR: Die Zukunfstfähigkeit des Unternehmens schützen, indem es die Bedürfnisse seiner Stakeholder Mitarbeiter ernst nimmt. Grundlage ist der Stakeholderdialog und das Wissen um ihre Bedürfnisse.

Wenn Innovation als ein Pro-Argument für CSR und Nachhaltigkeitsmanagement eingesetzt wird, so sind die Beispiele von Bosch und Osram definitiv Belege dafür, dass sich CSR lohnt. Hier handelt es sich übrigens um die berühmte win-win-Situation: Beide Seiten profitieren vom Engagement des Unternehmens.

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