Crowdfunding für die Stadt

Kürzlich hatte ich über die Chancen des Crowdfundings für Unternehmen berichtet. Heute schreibe ich über die Möglichkeiten für Kommunen und Regionen. Anlass ist ein sehr interessanter Artikel auf der Plattform des German Crowdfunding Networks.

Crowdfunding wird eingesetzt, um Projekte oder Unternehmen durch eine große Zahl an Unterstützern (Crowd) über das Internet zu finanzieren. Aus vielen kleinen Beiträgen entwickelt sich eine große Summe, die der Projektstarter dann für sein Projektziel einsetzt.

Das spannende an Crowdfunding ist die demokratische Art der Finanzierung und die Unabhängigkeit von traditionellen Geldgebern wie etwa Banken. Dies ist gerade für Kommunen interessant: Projekte, die für die Entwicklung von Kommunen und Städten vorgesehen sind, müssen heutzutage das Plazet der Bevölkerung einholen. Beispiele wie Stuttgart 21 zeigen, wie schnell fehlende Einbindung der Bürger sich negativ auswirken kann. Gerade wenn ein Projekt dann aber per Crowdfunding finanziert wird, hat man die doppelte Sicherheit, dass ein breiter Konsens in der Bevölkerung vorhanden ist.

Ich möchte dem Artikel aus dem Crowdfunding Netzwerk nicht vorgreifen. Aber eins sei gesagt: lokales Crowdfunding ist eine tolle Möglichkeit für die Stadtentwicklung – wo öffentliche Gelder fehlen und die Bürgerschaft eingebunden werden soll. Wenn man sich die Unterstützung örtlicher Unternehmen dazu holt, ist es eine runde Sache: Kommune, Bürgerschaft und lokale Wirtschaft arbeiten Hand in Hand.

Lokales Crowdfunding findet beispielsweise statt bei www.place2help.org – demnächst online.

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