Die Crowd aktivieren

Jetzt ist es also soweit: Eine Crowdfunding-Kampagne muss her! Das Projekt ist ausgereift, es ist toll und es soll Realität werden! Fehlen nur noch das Geld und die Crowd. Kein Problem – wenn man ein paar wichtige Punkte berücksichtigt. Mit diesen grundlegenden Tipps bist Du schon auf dem richtigen Weg.

Vorneweg nochmal zwei Gedanken, die wir nicht vergessen sollten: Das Ziel einer Crowdfunding-Kampagne ist zunächst einmal genügend Geld einzusammeln, um ein Projekt oder ein Produkt realisieren zu können. Das zweite Ziel es, dieses Projekt (oder Produkt) bekannt zu machen. Dies sind zwei klassische Marketingziele, die auch für jede Crowdfunding-Kampagne gelten.

Doch stellt sich jetzt die Frage, wie erreiche ich diese Ziele? Wie schaffe ich es, dass mir jemand sein sauer verdientes Geld anvertraut? Warum sollte er das tun? Mit welchem Zweck? Wie weiß ich, was die Crowd bewegt?

Ganz einfach: Denke wie Deine Crowd!

Tipp: Denke wie Deine Crowd!

Das ist der Schlüssel zum Erfolg! Nur wenn du weißt, welche Beweggründe die Crowd haben könnte, Dich zu unterstützen, kannst Du sie auch dort abholen, um sie zum Unterstützer zu machen. Versetze Dich in die Crowd, also Deine Zielgruppe, und lerne von ihr, was sie bewegt.

Es geht hier nicht darum, sie zu etwas zu überreden, das sie eigentlich gar nicht möchte. Nein! Es geht darum, sie zur Verbündeten zu machen, sie soll gerne und mit Freude als Unterstützer aktiv werden. Denn dann erzählt sie auch weiter, was sie da unterstützt und dieser Effekt ist für dich goldwert.

Wann also wird die Crowd Dich unterstützen?

Das passiert, wenn Sie entweder einen Nutzen im Projekt sieht oder aber in den Tauschgütern.

Was bedeutet „Nutzen im Projekt sehen“?

Das heißt, die Crowd, also der einzelne Unterstützer, fühlt sich durch Dein Projekt angesprochen. Das kann auf einer emotionalen Grundlage sein, weil er direkt damit zu tun hat. Oder weil er jemanden kennt, der mit dem Projektinhalt zu tun hat. Das ist meist bei sozialen Projekten oder bei Nachbarschaftsprojekten so.

Ein anderer Grund kann ein sogenannter „Haben-will-Effekt“ sein. Es geht hier darum, dass ein Bedürfnis geweckt wird, das bisher irgendwo im tiefsten Innern geschlummert hat. Das ist häufig bei elektronischen oder Designprodukten der Fall (die Firma Apple ist das ein besonders plakatives Beispiel, wie man diesen Effekt nutzt).

Ebenfalls wichtig ist die Überlegung, ob Dein Projekt/Produkt ein Problem löst. Stell Dir vor, es gibt ein Problem, dass Du mit Deinem Projekt/Produkt löst! Dann erzähle davon!!! Das ist eine zentrale Botschaft für Deine Zielgruppe (=Crowd). Sprich die Leute an, die dieses Problem haben, das DU für sie LÖSEN wirst!

Was bedeutet „Nutzen im Tauschgut sehen“?

Das heißt, wer Dein Projekt finanziell unterstützt erhält ein Tauschgut, das so spannend ist, dass er es unbedingt haben will! Es ist etwas Unvergleichliches, etwas, das es nicht einfach so zu kaufen gibt, etwas sehr Individuelles. Das Tauschgut sollte aber einen Bezug zum Projekt haben.

Hier könnte man von einem Mitnahmeeffekt sprechen: Der Unterstützer findet Dein Projekt grundsätzlich schon einmal interessant (erster Schritt gewonnen!), kann sich aber noch nicht so richtig entschließen, Dich zu unterstützen. Dann entdeckt er aber ein Tauschgut, das so toll ist, dass er es unbedingt haben möchte und unterstützt Dich.

Auf diese Weise haben beide Seiten gewonnen: Du Dein Geld und der Unterstützer sein individuelles Tauschgut.

Zusammenfassung:

  1. Denke wie Deine Crowd!

  2. Verstehe den erwünschten Nutzen!

 

Viel Erfolg bei Deiner Kampagne!

 

 

Hinterlassen Sie ein Kommentar

  • (wird nicht veröffentlicht)