Bio ist raus!

McDonald´s nimmt den Bio-Burger aus dem Programm liest man heute bei W&V. Jetzt stellt sich die Frage nach „gut“ oder „nicht gut“? Von mir gibt es hierzu zwei Antworten:

Aus Sicht des Kommunikationsfachmanns:

Gut und richtig, denn Bio bei McDonald´s passt nicht zur Marke auch wenn das Logo seit einiger Zeit grün ist. Der Fastfood-Anbieter hatte zwar schon einmal gegen seinen Markenkern entschieden als er die McCafés einführte. Damals hatte er sich lange gegen die Kaffee-Isierung seiner Restaurants gewehrt und ist schließlich nach Jahren doch mutig in ein neues Segment eingestiegen. Das erwies sich als Glücksfall. Denn mit der Erweiterung wurden neue Kundenkreise angesprochen, die im Normalfall nicht in eines der Burgerrestaurants gegangen wären – oder eher selten. Die McCafés sind ein echter Renner und eine starke Konkurrenz zu den anderen Kaffee-Restaurants nach amerikanischem Vorbild. Aber ein Bio-Burger passt einfach nicht zum Markenimage. Punkt. Aus. Fertig.

Aus Sicht des CSR-Beraters:

Gut und richtig, denn Bio bei McDonald´s passt nicht zu den Erwartungen, die die Gäste an den Konzern haben. Ein einzelnes Produkt aus (einer) Bio-Zutat(en) anzubieten und ansonsten nichts im Warensortiment, der Lieferkette, der Einrichtung, dem Umgang mit Mitarbeitern, etc. zu ändern macht die ganze Sache einfach unglaubwürdig. Zu offensichtlich ist der Versuch, auf den Bio-Zug aufzuspringen und den derzeit herrschenden Bio-Boom mitzunehmen. Der McDonald´s-Gast hat es dem Konzern einfach nicht abgenommen – es entstand kein Vertrauen in die hehre Absichten des Unternehmens. Und daher ist es gut, dass der Bio-Burger nicht ankam. Punkt. Aus. Fertig.

 

Also: Bio ist raus – und das ist gut so!

 

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